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52 Kommentare
Frau Schreiner bat um allgemeines Feedback bezüglich des Peer-Reviewing. Ich muss sagen, dass mein Versuch, Kolleginnen und Kollgen zur Teilnahme am OPR zu bewegen, nicht erfolgreich war. Von den sieben, die ich gefragt hatte, ob sie Zeit für eine kritische Lektüre hätten, haben fünf diese lieber dialogisch unternommen, einer (Mark Spoerer) hat sich zwar angemeldet, ist aber offenbar doch sehr viel beschäftigt (vielleicht kommt da aber noch etwas) und einer hatte mir die Teilnahme am OPR erst zu-, dann aus Zeitgründen aber doch wieder abgesagt. Insofern habe ich die vielen wertvollen Kritiken der Kolleginnen und Kollegen, die nun in die abschließende Bearbeitung einfließen werden, zum allergrößten Teil auf direktem zwischen-kollegialen, nicht öffentlichem Wege erhalten.
Vielleicht wäre es gut, ein Kriterium schärfer zu machen, das in Zitaten wie dem aus dem Buch von Karlsch zur Karpathen-Öl-AG anklingt: der Krieg. Der definitorische Faden wird von der ILO Konvention von 1939 etwas zu direkt in Kriegs- und Besatzungskontexte transportiert. Mir scheint, dass es ganz maßgeblich - und auch ganz jenseits früherer normativer Definitionen - der Krieg war, der Arbeitserfahrungen konditionierte, wie auch immer diese dann im einzelnen zu klassifizieren waren. Arbeitspflicht in den 30er Jahren und Arbeitspflicht im Krieg sind qualitativ unterschiedliche Dinge, auch wenn sie formal in einer Kontinuität stehen.
Siehe Kommentar oben - es wäre besser, Penters Monographie mit heranzuziehen. Insgesamt wird hier ihre begriffliche Praxis sehr vereinfacht dargestellt.
Ich glaube, dass hier ein Missverständnis vorliegt bzw. der alleinige Verweis auf den in der Anmerkung genannten Aufsatz eine argumentative Schieflage hervorruft: Tanja Penter bezeichnet ihre Monographie zur Arbeit unter "Stalin und Hitler" in der Tat als eine vergleichende Studie zur Zwangsarbeit, also des stalinistischen und des NS-Zwangs. Ich denke, dass der Verweis darauf, dass Zwang eben kein normativer Begriff ist und deshalb die Verwendung des Begriffes Zwangsarbeit normativ in nicht wirklich überzeugender Weise erfolgen kann, analog zu dem zu lesen ist, was Christoph Thonfeld - unter Verweis u. a. auf Klaus Tenfelde - in seinem Beitrag schreibt. Es geht um eine Differenzierung und sinnvolle (nicht reduktionistische, einengende, formalistische usw.) Anwendung des Begriffs, um seine Anwendung in gut sozialhistorischer Weise, nicht um seine Abschaffung.
Ja, stimmt. Ähnliche Kritik habe ich inzwischen auch von anderer Seite bekommen. Danke!
Das Bochumer Projekt hieß "Zwangsarbeit im deutschen Kohlenbergbau".
Das Bochumer Projekt hieß "Zwangsarbeit im deutschen Kohlenbergbau".